Noah ging auf die Arche, Doro auf den MutterKutter

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Wenn die Sinn-Flut kommt, geht’s mit Dorothee Dahinden auf den MutterKutter. Wie, kennt ihr noch nicht? Die Quasi-Pflichtlektüre für alle Mamas, die gern mal über den Windelrand hinaus schauen. Und die Lust auf emotionale, schmunzelige, inspirierende und immer ehrliche Gespräche und Geschichten abseits des Mamastream haben. Uns verrät sie ganz privat, warum es acht Monate nach ihrer letzten Geburt immer noch sticht, warum eine Kliniktasche von mamylu genau das richtige für die ehemalige RTL-Reporterin gewesen wäre, welche Kaiserschnitt-Projekte sie im März für Mamis plant und … ach, lest am besten gleich selbst!

Liebe Doro, du hast ja eine ganz schöne Veränderung hinter dir. Von der busy RTL-Reporterin zum MutterKutter-Käpt’n – wieso eigentlich?

Mit dem Mamasein wurde mir klar: Ich kann nicht mehr so weitermachen. Ich möchte entschleunigen und neue Wege gehen. Ich möchte mich fokussieren auf das Schöne. Der Job als TV-Reporterin war toll. Mein Traum. Ich durfte ihn gut zehn Jahre leben. Vor und hinter der Kamera. Aber verbunden waren damit für mich auch extreme Arbeitszeiten und einige Geschichten, die mir an die Nieren gingen. Mein eigenes Ding machen, eigene Themen veröffentlichen. Auch welche, die im Fernsehen nicht laufen würden. Das wollte ich. Heute blogge ich nicht nur, sondern texte, fotografiere und filme auch im Auftrag meiner Kunden. Das erfüllt mich auf allen Ebenen.

Was macht dir beim „Mutterkuttern“ am meisten Spaß?

Die Menschen, die ich treffe. Ob virtuell oder persönlich. Ich finde es so spannend, andere Menschen kennenzulernen, deshalb war ich auch Reporterin. Andere Geschichten zu hören, andere Perspektiven kennenzulernen – das gehört zu mir, dafür brenne ich. Mir gibt der MutterKutter so viel Kraft, vor allem, wenn ich ein Feedback kriege, wie:

“Du schreibst echt so erheiternd, ehrlich, interessant und dann denkt man, man kennt schon alle Muttithemen und dann holst du nochmal eins aus der Ecke, das ich so noch gar nicht bedacht/gedacht hatte! Also bitte richtig gerne weiter so.”

Das hat mir neulich eine Leserin geschrieben. Da bekomme ich Gänsehaut und hüpfe innerlich vor Freude. Ich entwickel mich dank MutterKutter ständig weiter. Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel basteln würde – ohne Hilfe. Ich arbeite mich in viele neue Themengebiete ein. Dazu drehe und schneide ich endlich wieder. Meine eigenen kleinen Filme gehen nun nach und nach online – für mich der Wahnsinn.

Wie unterscheidet sich denn dein Blog von den anderen Mamablogs?

Ich sehe den MutterKutter eher als Magazin mit vielen unterschiedlichen Themen, tollen Menschen und besonderen Geschichten. Für mich ist er kein klassischer Blog. Ich baue meine Erfahrungen in die Interviews ein. Ich bin die ehrliche Reporterin Doro geblieben. Außerdem ist bei mir die Hebamme und siebenfache Mama Kerstin Lüking von der Wochenbettbox seit Dezember 2017 mit an Bord. Von ihren Erfahrungen und ihrem Wissen profitiert der MutterKutter.

Mutterkutter und Wochenbettbox

Kerstin Lüking und Dorothee Dahinden

Achtung, jetzt wird’s persönlich: Wie war das damals mit deinen Schwangerschaften – eher stressig oder entspannt?

Meine Schwangerschaften verliefen beide wirklich relativ entspannt. Klar hatte ich das eine oder andere Zipperlein, aber das ist ja normal, denke ich. Leider waren die Geburten für mich nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hatte zwei Kaiserschnitte. Und gerade beim zweiten Mal war es für mich krass, da Liv, meine zweite Tochter, schon quasi “auf dem Weg nach draußen” war. Für mich ist es bis heute, mehr als acht Monate nach der zweiten Geburt komisch, wenn andere Frauen von ihren natürlichen Geburten sprechen: Es piekst tief in mir drinnen. Aber wir sind alle gesund, das ist die Hauptsache. Übrigens plane ich Mitte März 2018 gemeinsam mit Kerstin sowie Daniela und Julia von Kaiserschlüpfer eine Themenwoche zum Kaiserschnitt. Dort werden u.a. viele Frauen von ihren Kaiserschnitten erzählen – ich möchte so eine Plattform schaffen für einen Erfahrungsaustausch.

Hattest du eigentlich vor den Geburten genug Zeit, deine Kliniktasche zu packen? Wie hast du dich darüber informiert, was alles rein gehört?

Da sagst du was: Selbst mein Vater hat mich schon immer gefragt, ob die Kliniktasche gepackt sei. Ich war beide Male relativ auf den letzten Drücker, so zwei bis drei Wochen vor Termin. Da aber beide Mädels gut ´ne Woche drüber waren, hat es wiederum gepasst. Ich hatte von meiner Hebamme eine Liste, die ich ausgedruckt und abgehakt habe. Ohne sie wäre ich verloren gewesen. Und an dieser Stelle: Ich finde es super, dass du “Mamylu” an den Markt gebracht hast. Eine tolle Idee für eine Zeit, in der ich so viel anderes im Kopf hatte als eine Kliniktasche.

Danke dir! Wir wollen uns ja auch immer weiter entwickeln, daher würde uns ein kleiner Rückblick auf deine Kliniktasche helfen: Was hast du gar nicht gebraucht, was hättest du gern noch dabei gehabt und was war Gold wert?

Ein Haarband hatte ich bei meiner zweiten Geburt vergessen. Mir hat zum Glück eine andere Mama ausgeholfen. Dazu hätte ich noch mehr Knabberkram gebraucht. Für die Nerven nach der Geburt. Mann, war ich erledigt. Entsprechende Unterhosen nach der Geburt wären gut gewesen, da habe ich irgendeinen Ratschlag überhört. Irgendwie hieß es noch: “Kauf dir extra große aus Baumwolle.” Oder so. Ich habe dann die Unterhosen meines Mannes angezogen, da jeder meiner Schlüpfer auf der Narbe brannte. Leider kannte ich die Kaiserschlüpfer-Erfindung im Juni noch nicht. Das wäre genau mein Ding gewesen! Ach so, und: Ich habe nie verstanden, warum ich beide Male ein Buch eingepackt habe. Lesen? Dafür hatte ich gar keine Ruhe.

Und zum Abschluss: Welche drei Tipps gibst du Schwangeren mit, um sich auf ihr neues Leben als Mama einzustellen?

Nehmt Hilfe von eurer Familie und Freunden an. Lasst euch bekochen. Oder kocht vorher. Genießt die Zeit im Wochenbett, ruht euch aus, und steht nicht zu früh auf, ansonsten schwillt die Narbe an. So erging es mir nach der ersten Geburt, meine Hebamme hatte mir dann strikte Ruhe verordnet. Der Blues kann dicke kommen – ich hatte ihn vier Wochen lang. Sprecht mit eurem Mann, eurer Hebamme oder einer anderen Person eures Vertrauens darüber, wenn die Tränen laufen. Eure Gefühle sind OK! Und egal, wie es kommt: Ihr seid die beste Mama für eure Kind, die es gibt. Habt Vertrauen in euch!

Vielen Dank!

(Fotos: Anne Seliger Fotografie)

Mutterkutter

Mehr als nur Milchsuppe? Ja! Echt jetzt! Hier bekommt ihr mehr als nur Mamagewäsch. Mehr als warme Milch & volle Windeln. Dieses Mütter-Magazin soll euch unterhalten, inspirieren, zum lächeln bringen, eure kleine Auszeit sein.